Es klingt vielleicht erst einmal seltsam, aber die Spülmaschine offen zu lassen, kann tatsächlich einen großen Unterschied machen. Viele schließen sie direkt nach dem Spülgang oder zwischen dem Einräumen. Doch genau das führt oft zu unangenehmen Gerüchen und sogar Schimmel. Warum das so ist und was du stattdessen tun solltest, erfährst du hier.
Feuchtigkeit – der unsichtbare Feind
Nach jedem Spülgang bleibt Restfeuchtigkeit in der Maschine. Besonders bei Programmen mit niedriger Temperatur oder beim Eco-Modus bleibt das Wasser an den Innenwänden und im Besteckkorb haften.
Lässt du die Tür direkt nach dem Spülen geschlossen, staut sich die warme, feuchte Luft im Inneren. Das ist der perfekte Nährboden für Schimmel und Bakterien. Die Folge: unangenehme Gerüche und möglicherweise sogar Gesundheitsrisiken.
Der Trick mit der angelehnten Tür
Statt die Maschine fest zu schließen, lehne die Spülmaschinentür nach dem Spülgang leicht offen an – etwa 5 bis 10 Zentimeter.
So kann die warme Luft entweichen und die Feuchtigkeit trocknet schneller. Dadurch bleibt die Innenkammer länger hygienisch und du vermeidest dieses muffige Gefühl, wenn du die Tür das nächste Mal öffnest.
Zwischen dem Befüllen: auch offen lassen?
Ja, auch das macht Sinn. Wenn du Geschirr nach und nach in die Maschine räumst, empfiehlt es sich ebenfalls, die Tür angelehnt zu lassen. So kann Luft zirkulieren, und das Geschirr beginnt nicht zu „gammeln“ – besonders dann, wenn Essensreste noch an Teller oder Besteck haften.
Ein geschlossener Innenraum wirkt wie eine kleine Gärkabine: Warm, feucht und abgedichtet – kein guter Ort für Essensreste.
Weitere Vorteile der geöffneten Tür
- Weniger Reinigungsaufwand: Weniger Feuchtigkeit bedeutet weniger Kalk- und Schmutzablagerungen an den Innenwänden.
- Längere Lebensdauer: Bauteile der Spülmaschine wie Dichtungen oder Metallteile verschleißen langsamer, wenn sie regelmäßig trocknen können.
- Besserer Geruch: Keine muffige Überraschung beim Öffnen – stattdessen bleibt ein neutraler oder frischer Duft erhalten.
Was du unbedingt vermeiden solltest
So sinnvoll das Offenlassen ist – ganz auflassen solltest du die Spülmaschine nicht, wenn kleine Kinder oder Haustiere im Haus sind.
Die leicht offene Tür ist in den meisten Fällen sicher, kann aber je nach Modell zu Stolperfallen werden. Ein kleiner Kunststoffkeil oder ein spezieller Türclip kann helfen, die Tür in einer angelehnten, stabilen Position zu halten.
Zusätzlicher Tipp: Spülmaschine regelmäßig reinigen
Auch wenn du sie offen lässt: Alle vier bis sechs Wochen eine gründliche Reinigung ist ein Muss. Am besten nutzt du ein Leerlauf-Programm mit Maschinenreiniger. So entfernst du Fett, Kalk und Bakterienreste zuverlässig.
Und wenn du willst, kannst du sogar Zitronensäure oder Essig einsetzen. Aber Vorsicht: bei empfindlichen Bauteilen wie Gummidichtungen solltest du nur geeignete Reiniger verwenden, um Schäden zu vermeiden.
Fazit: Offen ist besser
Ein ganz einfacher Schritt – die Tür der Spülmaschine offen zu lassen – schützt nicht nur vor Gerüchen und Schimmel, sondern verlängert auch die Lebensdauer deines Geräts.
Wenn du also das nächste Mal den Spülgang beendest, denk dran: Nicht zuschieben, sondern anlehnen. Dein Geschirr, deine Küche und deine Nase werden es dir danken.




