Du liebst deine Gartenblumen und möchtest mehr davon – ohne jedes Jahr neue Pflanzen kaufen zu müssen? Gute Nachricht: Viele Blumen lassen sich ganz leicht selbst vermehren. Mit der richtigen Methode kannst du aus einer Pflanze gleich mehrere machen. Ob durch Teilung oder über Stecklinge – beides geht schnell und spart Geld.
Warum Blumen selbst vermehren?
Selbstvermehrung hat viele Vorteile. Du sparst Geld, kannst gesunde und gut wachsende Pflanzen weitergeben oder verschenken. Außerdem behältst du bewährte Sorten, die sich in deinem Garten wohlfühlen, ganz einfach. Besonders schön: Es macht einfach Spaß, deinen Pflanzen beim Wachsen zuzusehen!
Welche Blumen lassen sich gut teilen?
Teilung ist ideal für Stauden – also mehrjährige Pflanzen, die jedes Jahr wiederkommen. Sie wachsen mit der Zeit in die Breite, bilden neue Triebe und lassen sich dann problemlos teilen.
Beispiele für gut teilbare Pflanzen:
- Taglilien – kräftige Stauden, die du alle 3–4 Jahre teilen solltest
- Phlox – wächst schnell und liebt es, alle paar Jahre geteilt zu werden
- Astern – blühen im Herbst und profitieren von einer Teilung im Frühling
- Pfingstrosen – hier ist etwas Geduld gefragt, aber die neue Pflanze lohnt sich
Blumen durch Teilung vermehren: So geht’s
Die beste Zeit dafür ist das Frühjahr oder der Spätsommer. Der Boden ist dann warm, aber nicht mehr zu heiß. So gelingt die Teilung einfach und stressfrei für die Pflanze.
Schritt-für-Schritt-Anleitung:
- Grabe die ganze Pflanze vorsichtig aus
- Lockere die Wurzeln mit den Händen oder einer Grabgabel
- Teile den Wurzelballen mit einem scharfen Spaten oder Messer
- Entferne alte oder kranke Teile
- Pflanze die Teilstücke direkt wieder ein und wässere gut
Tipp: Achte auf genügend Abstand zwischen den Teilen – die neue Pflanze braucht Platz zum Wachsen.
Welche Blumen eignen sich für Stecklinge?
Stecklinge sind vor allem bei Halbsträuchern, Sommerblumen oder Zimmerpflanzen beliebt. Sie lassen sich leicht ziehen und bewurzeln mit ein wenig Geduld von selbst.
Beispiele für Pflanzen, die du gut über Stecklinge vermehren kannst:
- Lavendel – im Sommer geschnittene Triebe bilden schnell Wurzeln
- Fuchsien – im Frühling oder Sommer aus halbfesten Trieben gezogen
- Geranien – lassen sich leicht im Wasser oder in feuchter Erde bewurzeln
- Zimmerpflanzen wie Efeutute oder Monstera – super einfach über Kopf- oder Blattstecklinge
So ziehst du eigene Pflanzen aus Stecklingen
Auch hier gilt: Der richtige Zeitpunkt ist entscheidend. Die meisten Pflanzen bilden im Frühjahr oder Sommer am besten neue Wurzeln.
So funktioniert’s:
- Schneide einen etwa 10–15 cm langen Trieb unterhalb eines Blattknotens ab
- Entferne die unteren Blätter, damit sie nicht faulen
- Stecke den Trieb in feuchte Anzuchterde oder ein Glas Wasser
- Stelle den Topf an einen warmen, hellen Ort – aber ohne direkte Sonne
- Halte die Erde gleichmäßig feucht (nicht nass!)
Nach etwa 2–4 Wochen zeigen sich erste Wurzeln. Sobald sie kräftig genug sind, kannst du die Jungpflanze in einen größeren Topf oder direkt in den Garten setzen.
Häufige Fehler – und wie du sie vermeidest
- Falscher Zeitpunkt: Zu heiße oder zu kalte Tage schaden der jungen Pflanze
- Staunässe: Besonders bei Stecklingen kann zu viel Wasser zu Fäulnis führen
- Ungeeignetes Werkzeug: Verwende immer saubere, scharfe Messer oder Scheren
- Zu wenig Geduld: Gib den Pflanzen Zeit – nicht jeder Steckling wurzelt sofort
Fazit: So einfach wird dein Garten bunter
Blumen selbst zu vermehren ist leichter, als viele denken. Ob du deine Lieblingsstaude teilst oder mit Stecklingen experimentierst – der Aufwand ist klein, der Gewinn groß. Du erhältst neue Pflanzen, stärkst deine Gartenvielfalt und hast gleichzeitig ein schönes Erfolgserlebnis.
Probiere es doch einfach aus – dein Garten (und dein Geldbeutel) wird es dir danken!




